freie Waldorfschule RegensburgIm September 2016 startet die Freie Waldorfschule in Regensburg.

Bei Bildung im Bistro erzählten Nathalie (Ehemalige Waldorfschülerin), Merlin (Ehemaliger Waldorfschüler), Simon (12. Klasse), Johanna (10. Klasse), Klara (7. Klasse), Jannis (5. Klasse) aus ihrem Schulalltag.

Gemeinsam fürs Leben lernen

Eine Besonderheit: Eine Waldorfklasse bleibt fast die ganze Schullaufbahn zusammen. Die Beziehung unter den Schülern und Lehrern ist daher sehr familiär. Die Schüler erarbeiten viele Projekte zusammen, was den Zusammenhalt stärkt.

Ein Beispiel aus der 12. Klasse: Die Klasse bereitet über das ganze Jahr ein Theaterstück vor. Kostüme, Texte, Werbung – Alles müssen die Schüler gemeinsam und außerhalb des regulären Unterrichts organisieren. Am Ende des Jahres gibt es dann die große Aufführung.

Auch die Eltern werden stärker in die Schule einbezogen. Jeder kann sich ins Schulgeschehen einbringen und ein Teil der Schulfamilie werden. Ohne Direktor, aber mit Demokratie lässt sich die Schule gut führen.

„Es ist eine Einladung zur Gemeinschaft“ sagt Dr. Madeleine Kamper (Moderatorin des Gesprächsforums) aus eigener Erfahrung. Als Waldorf-Mutter fühlt sie sich in der Gemeinschaft wohl.

Für wen ist die Waldorfschule geeignet?

Für jeden der Lust hat! Vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur hat ein Schüler alle Möglichkeiten. Die Lehrer gehen individuell auf Schüler ein und passen die Aufgaben den jeweiligen Bedürfnissen an. Ist ein Schüler der Klasse voraus, bekommt er schwierigere Aufgaben.

In der Klasse von Jannis durften manche Schüler sogar selbst Matheunterricht halten und ihren Mitschülern Aufgaben erklären.
Erst ab der 8. Klasse gibt es Noten. Aber generell heißt es: Keine Angst vor dem nächsten Zeugnis! Die Lehrer schreiben persönliche und ausführliche Zeugnisse. Das gefällt den Schülern!

frei Waldorfschule Regensburg

Auf die Frage, ob Waldorf die bessere Schulform sei antwortete Simon (12. Klasse): „Die Hauptsache ist, dass die Schule zum Schüler passt. Ich bin eher ein verträumter Typ und für mich war es gut“.

Die Schule fördert besonders die Kreativität, Teamfähigkeit und Anpassungsfähigkeit. In verschiedenen Praktika sammeln die Schüler viel Praxiserfahrung. Nathalie (Ehemalige Waldorfschülerin) bezeichnet sich selbst als wandelbares Chamäleon im Berufsleben.

Was genau ist eigentlich Eurythmie?

Die häufigste Frage an Waldorfschüler ist: Tanzt du wirklich deinen Namen? Waldorfschüler werden mit vielen Vorurteilen konfrontiert. Die meisten Leute wissen es einfach nicht besser.

Eurythmie ist ein wichtiger Teil des Lehrplans. Schüler verkörpern Sprache und Musik durch Bewegungen. Es ist ein idealer körperlicher Ausgleich im Schulalltag. Laut Simon schätzen die Schüler die Abwechslung und steigern damit auch ihre Selbstwahrnehmung.

Alle Schüler waren sich einig: Auf einer Waldorfschule lernt man fürs Leben! Weitere Infos zur Schule gibt’s hier.

Die nächste Veranstaltung von Bildung im Bistro ist am 13. Juli 2016 zum Thema „Kraft-durch-Grenzen“ Referentin Michaela Diesch.

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